Altes bewahren – Neues entdecken

Die Bibliothek Brehm Stiftung hat die Aufgabe, das ihr anvertraute Erbe zu bewahren. Die Stiftung verfolgt als einen ihrer Hauptzwecke den gesamten Bestand der Bibliothek Brehm sowohl rechtlich selbständig als auch tatsächlich als geschlossenes Ganzes auf Dauer zu erhalten. Der Stifter Adolf Brehm verfolgte bei der Einrichtung eine museale Ausrichtung. Wertvolle Einzelstücke sollen vor Ort in den Vordergrund gestellt und bei Führungen in Augenschein genommen werden.

Unsere Philosophie

Nachlesen – Nachdenke

Wir setzen uns dafür ein und betrachten es als unser zentrales Anliegen, die herausragende Bedeutung des gedruckten Buches als zentrales Medium intellektueller und kultureller Bildung als unverzichtbares Element für die Teilhabe an demokratischen Prozessen bewusst zu machen. Wir sind davon überzeugt, dass Wissen kritisches Denken fördert und die Teilhabe am politischen Diskurs ermöglicht. Diese Erkenntnis droht im Zuge der Digitalisierung sukzessive verlorenzugehen. Mit unserem vielfältigen Bidlungsangebot möchten wir als Stiftung dazu beitragen, den sachlichen Diskurs auf  Basis validierungsfähiger Fakten als Grundlage von Meinungsbildungsprozessen wieder in das Zentrum des öffentlichen Bewusstseins zu stellen.

 

Unsere Leitlinien

Bibliothek Brehm Stiftung

Die Bibliothek Brehm Stiftung hat die Aufgabe, das ihr anvertraute Erbe zu bewahren. Dabei ist es das Ziel der Stiftung, ihre Sammlung soweit wie möglich öffentlich zugänglich zu machen. Durch das anschauliche Hinführen zur deutschen Literatur, Philosophie, politischen Geschichte, Rechtsentwicklung, Wirtschaftsgeschichte wollen wir dazu beitragen, Kenntnisse zu vertiefen und Wertkriterien zu gewinnen. Gleichzeitig wollen wir Einsicht und Verständnis für die wechselseitigen internationalen und interdisziplinären Wirkungen der geistigen und kulturellen Strömungen und der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge während der letzten 500 Jahre fördern und vertiefen, dies gerade auch im Hinblick auf die Gestaltung der Zukunft.

 

1987

Erste Kontaktaufnahme von Adolf Brehm mit Landrat Dr. Welteke

Der Stifter Adolf Brehm hatte den Wunsch, seine Privatbibliothek zur deutschen Kultur- und Geistesgeschichte in eine Stiftung zu überführen, um sie mit interessierten Menschen teilen zu können. Dazu suchte er einen Standort in Deutschland. Durch ein Gespräch mit einem anderen Sammler bei einem Antiquar in Frankfurt kam er in Kontakt zum  Landkreis Waldeck-Frankenberg.

1988

Bewertung der Brehm‘schen Büchersammlung durch Prof. Dr. Anselm Maler von der Gesamthochschule Kassel

Die Privatbibliothek von Herrn Brehm war in 400 Normkartons verpackt. Der  Kasseler Germanist und Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Anselm Maler wurde gebeten, anhand einer stichprobenartigen Auswertung zu überprüfen, ob Packlisten und Inhalte der Kartons übereinstimmten.

1989

Beauftragung zur Ermittlung des Wertes der Brehm’schen Büchersammlung

Von Fachleuten wurde der materielle Wert der Büchersammlung mit „mindestens 8 Millionen D-Mark" veranschlagt.

Beschluss des Kreistages zum Beitritt der Domanialverwaltung in die noch in Gründung befindlichen Brehm-Stiftung

Durch einen Beschluss des Kreistags wurde die Waldeckische Domanialverwaltung beauftragt, als Mitstifter der noch zu gründenden Bibliothek Brehms Stiftung zu fungieren und 1 Million DM als Grundkapital für die Stiftung bereitzustellen.

1990

Unterzeichnung der Satzung zur Brehm-Stiftung durch die beiden Stifter Adolf Brehm und den Landkreis

Am 3. Februar 1990 unterzeichneten der Stifter Adolf Brehm sowie der damalige Direktor der Waldeckischen Domanialverwaltung Werner Friedrich die Stiftungsurkunde. Der Aufbau der Stiftung konnte damit beginnen. In den folgenden Jahren wurden die vorgesehen Räume im Westflügel des Arolser Residenzschlosses den Erfordernissen der Bibliothek entsprechend ausgebaut.

1998

Gründung des „Freundeskreises Bibliothek Brehm Stiftung“

Da der wertvolle Buchbestand nach und nach in die Bibliothek eingestellt und damit sichtbar wurde, gründete sich ein Freundeskreis der Bibliothek Brehm Stiftung. Hauptzweck war die Akquisition finanzieller Mittel zum weiteren Ausbau der Bibliothek.

2009

Genehmigung einer neuen Organisationsstruktur der Stiftung durch das Regierungspräsidium Kassel

Durch die Reduzierung der Gremien auf einen Vorstand wird die Arbeit der Stiftung intensiver und effizienter. Der neue Vorstand besteht aus dem Stifter als Vorstandsvorsitzenden, der Geschäftsführung, einem Vertreter des Landkreises Waldeck-Frankenberg und einem wissenschaftlichen Berater.

2015

Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Zukunftssicherung der Bibliothek Brehm Stiftung

In einer Vereinbarung zwischen dem Stifter Adolf Brehm und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg wurde festgelegt, dass der Kreis in den kommenden Jahren einen Zuschuss gewähren soll, um die Handlungsfähigkeit der Stiftung zu erhalten. Im Gegenzug erklärte sich Herr Brehm bereit, wertvolle, noch in seinem Privatbesitz befindliche Bücher in das Eigentum der Stiftung zu übertragen.

2015

Unterzeichnung der Vereinbarung zur Zukunftssicherung der Bibliothek Brehm Stiftung

Der Vertrag zur „Zukunftssicherung der Bibliothek Brehm Stiftung“ wird im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 18. Juni 2015 in den Räumen der Stiftung unterzeichnet. Für den Landkreis als Mitstifter und Geldgeber leisteten  Landrat Dr. Reinhard Kubat sowie die für kulturelle Angelegenheiten zuständige Kreisbeigeordnete Hannelore Behle die Unterschrift. Für die Stiftung unterzeichnen der Vorstand Adolf Brehm sowie Geschäftsführerin Kerstin Braun.

2022

Tod des Stifters Adolf Brehm im Alter von fast 95 Jahren

Durch testamentarische Verfügung hat der Stifter sämtliche noch in seinem Privatbesitz befindlichen Bücher, Karten, Möbel uns Kunstwerke der Stiftung als Alleinerbin übertragen. Damit ist das Lebenswerk von Herrn Brehm als Ganzes auf Dauer gesichert.

2024

Förderung des Projekts "Alte Kulturschätze digital zum Leben erwecken" durch das Programm "Starke Heimat Hessen"

Am 06. Juli 2024 übergab die hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation Frau Prof. Dr. Kristina Senimus den Förderbescheid aus dem Programm "Starke Heimat Hessen" an Landrat Jürgen van der Horst und dem Vorstand der Bibliothek Brehm Stiftung. Aus den Projektgeldern konnte der erste Webauftritt und ein digitaler Rundgang für die Bibliothek Brehm finanziert werden. Auch Tablets und VR-Brillen konnten im Rahmen des Projektes angeschafft werden, die das Erlebnis vor Ort für alle Besucher digital bereichern.

2024

Digitalisierung von Bücherschätzen der Bibliothek Brehm durch die Universitätsbibliothek Kassel

Am 09. Dezember 2024 begann eine Kooperation mit der Universitätsbibliothek Kassel zur Digitalisierung von Handschriften mittelalterlichen Urkunden. Die Digitalisate können der Online-Repositorium ORKA eingeschaut werden.

2025

Beschluss eines neuen 10-Jahres-Vertrags zur Weiterfinanzierung der Bibliothek Brehm Stiftung

Am 04. April 2025 beschloss der Kreistag des Landkreises Waldeck-Frankenberg die Weiterfinanzierung der Bibliothek Brehm bis zum Jahr 2035. Damit ist die Arbeit und der Fortbestand der Stiftung für eine weitere Dekade gesichert.