Nach der Sommerpause geht das Jahresprogramm weiter

Nach der Sommerpause nimmt die Bibliothek Brehm ihr Jahresprogramm wieder auf. Bis zum Jahresende erwartet Sie im Residenzschloss Arolsen ein abwechslungsreiches Programm mit Sonderführungen und Vorträgen, das einmal mehr die thematische Vielfalt der Bibliothek und ihrer Bestände zeigt.

Den Auftakt bildet am 13. September der diesjährige Tag des offenen Denkmals. Unter dem Titel „Ein Scheiterhaufen für den Geist“ widmet sich die Sonderführung der Geschichte der verbotenen Bücher. Sie erfahren, mit welchem Aufwand Behörden und Machthaber versuchten, missliebige Schriften aus der Welt zu schaffen – und warum diese Bemühungen dennoch häufig zum Scheitern verurteilt waren. Die Sonderführungen finden um 13.30, 15.00 und 17.00 Uhr statt.

Am selben Abend geht es schließlich um ein ganz anderes Kapitel der Geschichte: Um 19.00 Uhr beleuchtet Philipp Wecker in seinem Vortrag „Die Kanzlerschaft Kurt Georg Kiesingers (1966–1969)“ die erste Große Koalition der Bundesrepublik und die kurze, aber folgenreiche Amtszeit des dritten Bundeskanzlers.

Bereits am 18. September folgt ein literaturgeschichtlicher Abend. Dr. Hartmut Wecker beschäftigt sich in seinem Vortrag „Hebbel, Wagner und die Nibelungensage“ mit der wechselvollen Rezeption des Nibelungenliedes und dessen Bearbeitungen durch Friedrich Hebbel und Richard Wagner.

Auch im Oktober bleibt das Programm eng mit den Beständen der Bibliothek verbunden. Am 16. Oktober spricht Dr. Hans-Peter Nowitzki über „Wieland und den Buchmarkt um 1800“. Ausgangspunkt ist unter anderem ein neu entdeckter Wieland-Brief, der zu einer Zusammenarbeit mit der Universität Jena führte.

Am 24. Oktober, dem Tag der Bibliotheken, steht schließlich ein Phänomen der Gegenwart im Mittelpunkt: 25 Jahre Wikipedia. Die Sonderführung nimmt das Jubiläum zum Anlass, einen Blick auf das gebündelte Wissen in Buchform und damit auf die Bedeutung klassischer Lexika und Enzyklopädien zu werfen.

Den Abschluss der Vortragsreihe bildet am 13. November ein Thema, das unmittelbar in die Geschichte der Rechtsprechung und des Aberglaubens führt. Anna-Lena Knebel widmet sich in „Hexenverfolgung im Spiegel ihrer Quellen“ erhaltenen Hexenprozessakten aus dem Bestand der Bibliothek Brehm.

Zum Jahresausklang beteiligt sich die Bibliothek Brehm am 20. November am bundesweiten Tag des Vorlesens. Erstmals findet die Veranstaltung in Kooperation mit der Christine-Brückner-Bücherei in Bad Arolsen statt. Geplant sind Lesungen für Groß und Klein.

Damit führt die Bibliothek Brehm ihr Jahresprogramm mit einem breiten Themenspektrum fort: von der Geschichte verbotener Bücher über Literatur und Politik bis hin zu Hexenprozessen und der Frage, wie Wissen bewahrt und weitergegeben wird. Wir freuen uns, Sie nach der Sommerpause wieder in der Bibliothek Brehm begrüßen zu dürfen.