27. März 2026 , 19:00 Uhr, Vortrag: Reinhard Feldmann
Illustrierte Kräuterbücher der Renaissance: Der „Hortus Sanitatis / Gart der Gesundheit“
Das ausgehende Mittelalter und vor allem die Renaissance stellen eine der wichtigsten Epoche für den Wandel unseres Wissenschaftsverständnisses und unserer Auffassungen von Natur dar. Gerade auf dem Gebiet der medizinischen und pharmazeutischen Forschung waren zahlreiche neue Erkenntnisse und auch technische Verbesserungen zu verzeichnen.
Ab dem 14. Jahrhundert verfügte nahezu jede Stadt über fachlich vorgebildete Ärzte, die jedoch in den meisten Fällen ihre Dienste nur gegen hohes Honorar anboten und somit für den „gemeinen Mann“ nicht erschwinglich waren. Hier schuf das Kräuterbuch spürbare Verbesserungen. In der Hand eines kundigen Laien, meist eines mit rudimentären medizinischen Kenntnissen ausgestatteten Klerikers, Apothekers oder Baders, stellte es eine wertvolle Alternative für die städtischen Mittel- und Unterschichten sowie für die Landbevölkerung dar.
Unter den Werken, welche unsere Kenntnis von der Welt und von den Naturgesetzen nachdrücklich veränderten, nimmt der „Hortus sanitatis“ / „Gart der Gesundheit“ die weitaus wichtigste Position ein. Der „Große Ortus Sanitatis“ erschien am 1491 bei Jakob Meydenbach in Mainz. Das Werk enthält Beschreibungen von insgesamt über 500 Pflanzen, außerdem werden die Arzneien auf tierischer und mineralischer Basis in eigenen Kapiteln dargestellt. Besondere Hervorhebung verdienen die Illustrationen - anschauliche, mitunter genrehafte und ins Allegorische spielende Darstellungen.
Der Referent, Reinhard Feldmann stellt dieses herausragende Werk aus der Bibliothek Brehm vor. Er beschreibt dieses Werk an der Schnittstelle vom Mittelalter zur Neuzeit, am Übergang von der handschriftlichen Überlieferung zum neuen Medium Buchdruck, zwischen der tradierten Gelehrtensprache Latein und Publikationen in den aufkommenden Volkssprachen.
Veranstaltungsort
Residenzschloss Arolsen
Schloßstraße 27
34454 Bad Arolsen
Uhrzeit
19:00 UhrEine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
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Besuch des genealogischen Arbeitskreises des Marienkrankenhauses in Soest
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