25
04

25. April 2026 , 19:00 Uhr, Vortrag: Heino Pachschwöll

Lieder und Sprüche aus der Sammlung von Fritz Grasshoff

Na, sowas!

Lieder und Sprüche aus der Sammlung von Fritz Grasshoff:

Die Große Halunkenpostille, Das Gemeindebrett und Nicht immer gültiger Bauernkalender.

Besinnliches, Frechheiten, Derbheiten, Obszönitäten, geradeheraus oder hintenherum, zum Nachdenken, Schmunzeln oder herzhaften Lachen. Rezitiert und vorgetragen mit Erläuterungen und Vergleichen aus Vergangenheit und Gegenwart. Dabei wird man feststellen, dass es auch früher zum Teil schon äußerst deftig zuging. Das alles nicht nur für unempfindliche Ohren!

Ein Gegenstück zur Hochliteratur. Einkehr in die „aufwallende Zeit und Literatur aus dem ausklingenden neunzehnten Jahrhundert, hinein in die (Goldenen) Zwanziger- bis Fünfzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Eine Zeit der größten Umbrüche und Widersprüche. Industrierevolution und Industriezivilisation; Armut, Übervölkerung, erster Weltkrieg, die goldenen Zwanziger oder deren verzweifelte Armut. Analogien zur Jetztzeit sind leicht erkennbar.

Fritz Grasshoff, vielleicht der letzte Vertreter einer drastisch-frechen frivolen, ordinären, obszönen, kratzigen, unbequemen, verächtlich-spöttischen, aufbegehrenden Literaturform. im Übergang unter anderem von Rilke (1873–1926), zu Ringelnatz (1883–1934), Gottfried Benn (1886–1956), Klabund (1890–1928), Bert Brecht (1898–1956) und schließlich Fritz Grasshoff (1913–1997).

Letzterer ist heute selbst in Kennerkreisen nur noch wenig bis gar nicht mehr bekannt, vielleicht, weil er sich dem Literaturbetrieb fernhielt. Dabei war er neben seinen vielfach vertonten Balladen und Liedern als Zeichner, Lyriker und Übersetzer äußerst kreativ. Zu seiner Zeit war er einer der meist rezitierten deutschen Schriftsteller. Ferner stammen viele Hits aus seiner Feder. Best bekannt: „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“ für Hans Albers. Aber auch Lale Andersen und Freddy Quinn hatten Produkte von ihm im Repertoire – ebenso James Last (s.a. Wikipedia).

Heino Pachschwöll, Physiker, Institutsleiter a.D. einer namhaften Forschungseinrichtung der Materiaforschung für Hochtechnologie u.a. in Luft- und Raumfahrt, hat sich neben seinem Beruf schon seit vielen Jahren intensiv mit alter und neuer Literatur beschäftigt. Er will kein Literaturwissenschaftler sein, sondern leidenschaftlicher Literaturliebhaber. Ihm fehlt der Trieb einiger Eiferer aus Kreisen der Literaturkritik. Der manchmal etwas lächelnde, milde Abstand erscheint ihm wichtiger.

Jetzt anmeldenZum Jahresprogramm

Veranstaltungsort

Residenzschloss Arolsen
Schloßstraße 27
34454 Bad Arolsen

Uhrzeit

19:00 Uhr

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Zurück zur Eventübersicht

Alle Neuigkeiten rund um die Bibliothek

Vortragsreihe der Bibliothek Brehm wird 2026 fortgesetzt und erweitert

Die Vortragsreihe 2025 ist noch nicht ganz vorbei. Dennoch haben die Planungen für das kommende Jahre bereits begonnen. Aufgrund der hohen Nachfrage wird das Programm im kommenden Jahr erweitert. Auch Sonderführungen sind wieder geplant.

Weiterlesen …

Sonderausstellung "Was ist schön?" im Wolfgang-Bohnhage-Museum Korbach

Das Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach zeigt vom 26. September 2025 bis zum 11. Januar 2026 eine Sonderausstellung mit dem Titel „Was ist schön?“. Auch die Bibliothek Brehm Stiftung hat dafür einige Objekte als Leihgaben zur Verfügung gestellt.

Weiterlesen …

Besuch des genealogischen Arbeitskreises des Marienkrankenhauses in Soest

Der genealogische Arbeitskreis des Marienkrankenhauses Soest war am 09. August 2025 zu Besuch. Einer der Besucher, Dr. Stephan Morbach, hat auf seiner Facebook-Seite einen tollen Bericht geschrieben, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Weiterlesen …